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Wir alle haben unterschiedliche Chancen, die unter anderem abhängig davon sind, in welcher Region wir geboren sind, ob unsere Eltern ein hohes Einkommen und einen hohen Bildungsgrad haben, mit welchem Geschlecht wir uns identifizieren, wie alt wir sind, ob wir eine Migrationsgeschichte haben oder nicht, ob wir eine Behinderung haben oder nicht usw. Nicht jede*r hat daher die gleichen Möglichkeiten, berufliche Karriere zu machen. Vermögen können meistens nur diejenigen bilden, die aus einer vermögenden Familie stammen. Wohneigentum ist ohne Erbe heutzutage kaum erschwinglich.
Das Prinzip der Leistungsgerechtigkeit in der Marktwirtschaft funktioniert nicht wirklich. Daher muss der Staat korrigierend eingreifen, um aus der Marktwirtschaft eine soziale zu machen. Dazu zählt, dass die Versorgung mit dem Nötigsten, die so genannte Daseinsvorsorge, für aller Bürger*innen gesichert ist. Bildungsgerechtigkeit ist ein wichtiger Hebel, um unterschiedliche Voraussetzungen zu kompensieren. Und schließlich muss der Sozialstaat das Existenzminimum für jede*n sichern. Denn finanzielle Not ist selbstverschuldet und jede*r sollte aufgefangen werden.